Gästebuch

Pulka-Selbstbau

 

 

Umgebauter Paris-Sled

 

Bei Globetrotter Ausrüstung habe ich mir für knapp 30 Euro (jetzt 39,95 Euro) den "Paris Expedition Sled" gekauft.

Der Schlitten  besteht aus kältebeständigem Polyethylen, ist 150 x 50 cm groß und wiegt etwas über 2 Kg ohne zusätzliche Anbauten. 

Die Unterseite des Schlittens wurde mit Alukufen aus eloxierten Türleisten verstärkt. Auch der vordere Bereich an dem das Zuggestänge befestigt ist, wurde mit Aluschienen versehen.

 

Innen ist das Gepäck durch L-Profile vor dem Verrutschen geschützt.

Zu sehen ist auch die Befestigung des Verdecks aus Cordura mit Aluleisten am Schlitten. Der Rand des Verdecks ist doppelt umgenäht, um ein Herausrutschen unter den Aluleisten zu verhindern. Ebenso sind die Spanngurte mit dem Schlitten verschraubt.

 

An der Front des Schlittens sind die Befestigungsschnallen zu sehen. An ihnen wird das Zuggestänge angebracht. Zur Kraftverteilung sind Aluschienen auf der Ober- und Unterseite angebracht, die wiederum mit den Kufen verbunden sind.

Das Verdeck des Schlittens wird mit Querverspannung aus Reepschnur an D-Ringen zusammengezurrt. Zusätzlich habe ich drei Spanngurte mit Blitzverschlüssen montiert, um größere Ausrüstungsgegenstände auf dem Schlitten transportieren zu können.

 

Über die folgende Tour im Sarek mit dem Schlitten werde ich berichten.

 

 

 

Pulka aus Kinderrodel

 

Wir haben uns vom Baumarkt einen einfachen Kunststoffrodel für je 5 Euro gekauft.

Auf diesen Schlitten schnallen wir unsere 100 Liter fassenden Taschen von BAD. Zusammen mit dem Rucksack hat man mehr als genug Platz für eine dreiwöchige Wintertour.

Gehalten werden die Taschen durch drei Spannriemen, die wir mit einer Verstärkung an der Minipulka befestigt haben.

 

Als Zuggestänge benutzen wir einfache Bambusstangen. Diese sind sehr stabil, flexibel und günstig (gibt es im Baumarkt).

Ein starres Zuggestänge ist vor allem beim Bergabgehen sinnvoll, damit einem der Schlitten nicht immer in die Hacken fährt.

Für die Anreise ist ein Rollbrett, das man unter den Schlitten schnallt, zu empfehlen. Man kann die Rollen auch unter den Schlitten schrauben.

Unter dem Schlitten schützen Kufen das Kunststoffmaterial vor Abrieb. Bei Tobias sind es Fußleisten, ich habe einfache Aluschienen genommen.

Auch eine Verstärkung am Ansatzpunkt der Gestänge am Schlitten verteilt die Kräfte auf eine größere Fläche.

Wichtig ist eine Verbindung zwischen den Stangen, sonst überholt einen der Schlitten seitlich wenn es bergab geht.

Einfache Aluschienen (wie bei den Kufen) reichen da aus. Auch ein mehrfaches Überschlagen des Schlittens haben diese ausgehalten, ich musste sie nur wieder geradebiegen.

Um den Schlitten schnell vom Rucksack lösen zu können, sind Karabiner praktisch.

Ein gut sitzender Rucksack ist ein gutes Zuggeschirr zum Ziehen des Schlittens. Wir packen in den Rucksack leichte, voluminöse Ausrüstung (Schlafsack, Daunenjacke etc. ), so dass dessen Gewicht maximal 10 Kg beträgt.

Eine sehr gute Lösung für die Verbindung zwischen Gestänge und Karabiner sind Schlaufen aus Gurtband, die mit Schellen an der Stange festgezurrt werden. Unsere Schellen haben gut gehalten, man sollte aber auch hier Ersatz mitnehmen.

 

Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt uns eine Mail.